Notenbanken sorgen für Beruhigung!!! |
Die großen Notenbanken haben diese Woche die Kapital- und Kreditmärkte durch eine konzertierte Aktion vor Panik bewahrt. Angesichts einer angespannten Liquiditätslage am Geldmarkt sah man sich gezwungen, das Bankensystem mit weiteren umfassenden Liquiditätszusagen zu unterstützen. In der Folge ist es zu Gewinnmitnahmen bei den kurzfristigen Staatsanleihen gekommen, die vorher als Fluchtort für liquide Mittel auf neue Tiefstände bei den Renditen gefallen waren. An der Erwartung, dass die US-Notenbank (Fed) demnächst die Leitzinsen nochmals deutlich senken wird, hat sich allerdings durch diesen Schritt nichts geändert. Gleichzeitig haben der Ölpreis und der Euro neue Höchststände erklommen und das Dilemma für die Europäische Zentralbank (EZB) verringert sich nicht. Sich abschwächendes Wachstum und steigende Preise werden derzeit mit stabilen Leitzinsen beantwortet. Wir gehen davon aus, dass die EZB einen Zinsschritt nach unten so lange wie möglich hinauszögern wird, um ihre Ziele zur Preisstabilität nicht zu gefährden. Damit laufen die langfristigen Zinsen vorerst in einer engen Bandbreite seitwärts.
Die Spekulation auf tiefere Baugeldzinsen halten wir jedoch weiterhin für riskant. Auch wenn die US-Notenbank die Leitzinsen senkt, droht am amerikanischen Rentenmarkt angesichts der Inflationsentwicklung eine Korrektur, von der auch die langfristigen Zinsen in Euroland betroffen wären. Jetzt mit langen Zinsbindungen für Sicherheit zu sorgen, erscheint uns vorteilhaft. Die Zinsen für die Forward-Darlehen vieler Anbieter sind immer noch günstig und sollten unbedingt genutzt werden. Für Anschlussfinanzierer ist also Eile geboten, da eine steiler werdende Zinskurve auch höhere Aufschläge bedeutet. Ebenso werden Schnelltilger-Darlehen, die binnen 20 oder 25 Jahren für Schuldenfreiheit sorgen, vor diesem Hintergrund wieder attraktiver.
Tendenz
kurzfristig: seitwärts
mittelfristig: seitwärts
zurück...

|